Stationen

  • Seit 1903 war Dr. Julius von der Wall (geb. 1872) Rechtsanwalt am Oberlandesgericht Celle. Mit seiner Frau Else (geb. 1884) wohnte er zunächst Am Großen Plan 26, seit 1907 in der Westcellertorstraße 1. Im Jahr 1908 wurde die Tochter Eva als einziges Kind geboren. 1911 ließ sich die Familie von dem bekannten Architekten Otto Haesler das Wohn- und Geschäftshaus in der...
  • Die SA spielte als militärisch organisierte Kampftruppe der NSDAP eine wesentliche Rolle im bei der Erringung der Macht. Die SA hatte nicht nur die Aufgabe eigene Parteiveranstaltungen zu schützen, sondern auch die Versammlungen der Arbeiterparteien zu stören. Mit Aufmärschen und Schlägereien machte die SA Terror zur alltäglichen Drohung gegen politische Gegner.
  • Der Weg in ein Zuchthaus, in ein Konzentrations- oder Erziehungslager führte in Celle zumeist über das Gerichtsgefängnis, dessen Gebäude zwischen Mühlenstraße und Schlossplatz in den 1980er Jahren abgerissen wurde.
  • Der sogenannte „Stürmer-Laden“ befand sich in der Hehlentorstraße 2c. Als Beispiel für das Angebot dieses Geschäftes ist ein „Sturm- und Kampfliederbuch“ aus dem Jahr 1934 abgebildet. Der zweite Stempel zeigt, dass dieses Exemplar im Besitz der Freiwilligen Feuerwehr Celle war. Wie verschiedene Zeitungsannoncen in der nationalsozialistischen Celler Presse zeigen stellte sich auch eine Reihe von...
  • Julius Wexseler eröffnete 1905 in der Rundestraße 14 sein erstes Ladengeschäft für Textilien und Manufakturwaren. Im selben Jahr heiratete er seine Frau Anna, eine Christin, mit der er zwei Kinder, Alexander und Rosa, hatte. Im Jahr 1910 zog er in das modernen Geschäftshaus in der Hehlentorstraße 14 um, das sich die Firma Freidberg gehörte. Er betrieb...
  • Die NSDAP stellte in der Endphase der Weimarer Republik in mancher Hinsicht den "modernsten" Parteityp dar: Mit straffer Organisierung und einem ideologisch fundierten Welt- und Feindbild überflügelte sie die konservativen Wahlparteien. Ausdruck dieses kämpferischen Aktivismus war in Celle auch das Parteigebäude in der Kanzleistraße, das nach dem Vorbild der Münchner Parteizentrale "Braunes Haus...
  • Das Handelshaus Freidberg beschäftigte bis zum Zwangsverkauf im Jahre 1936 etwa 60 Angestellte. Es war vor Karstadt das größte Kaufhaus in Celle, litt aber ab 1933 unter den Boykottaufrufen der NSDAP, so dass das Geschäft 1936 aufgegeben wurde und Ida Freidberg 1937 nach in die USA emigrierte.
  • Am 8. März 1933 wurde erstmals die Hakenkreuz-Fahne auf dem Celler Rathaus gehisst. SA, SS und Stahlhelm hatten vor dem Rathaus Aufstellung genommen, tausende Celler folgten dem Spektakel zu den Klängen des Horst-Wessel-Liedes. Die vier Tage später stattfindende Kommunalwahl zielte so auf kaum mehr als die Bestätigung der realen Machtverhältnisse. So war es auch nicht...
  • Die Nationalsozialisten wollten aus der Justiz ein willfähriges Instrument ihres Staates machen. Die Gerichte sahen sich einer Vielzahl von Maßnahmen ausgesetzt, die eine Rechtsprechung unter rechtstaatlichen Grundsätzen im Laufe der Zeit immer schwieriger werden ließen und schließlich, zumindest in Teilbereichen, unmöglich machten. Die Richter selbst verloren weitgehend ihre Unabhängigkeit,...
  • Zwischen 1933 und 1945 wurden im Deutschen Reich Hunderttausende gegen ihren Willen sterilisiert. Juristische Grundlage war das im Juli 1933 erlassene "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses". Für die Anordnung der Zwangssterilisationen wurden im Deutschen Reich 205 sogenannte Erbgesundheitsgerichte eingerichtet, für die Beschwerdeverfahren entstanden 26...
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