Die Bahnhofstraße wurde umbenannt in Hindenburgstraße, der Thaerplatz in Adolf-Hitler-Platz. Bild: KrA Celle
Am 21. März 1933 verneigt sich Adolf Hitler in Potsdam vor Reichspräsident Paul von Hindenburg und gibt ihm die Hand. Bild: Deutsches Bundesarchiv

Hindenburgstraße und Hitler-Platz

Als das Celler Bürgervorsteherkollegium nach der Kommunalwahl das erste Mal am 24. März 1933 zusammenkam, war neben Personalfragen das wichtigste Anliegen der NSDAP-Fraktion ein symbolisches: die "Umbenennung der Bahnhofstraße in Hindenburgstraße und des Unionsplatzes in Adolf-Hitler-Platz".
1937 wurde die ehemalige Exerzierhalle der Burgkaserne zu einer Sporthalle umgebaut und erhielt den Namen "Claus von Pape-Halle". Der in Celle geborene von Pape war beim Putschversuch Hitlers am 9. November 1923 erschossen worden und galt als "Blutzeuge der Bewegung".
Auch in der bis 1939 selbständigen Gemeinde Westercelle gab es übrigens einen Adolf-Hitler-Platz, heute Am Rehr.

Nach dem Krieg erfolgte in Celle eine „allgemeine Entnazifizierung und Entmilitarisierung der Straßennamen“, so der Historiker Mijndert Bertram. Neben dem Adolf-Hitler-Platz und der Hindenburgstraße betraf dies eine Reihe weiterer, vor allem nach hohen Militärs benannter Straßen, wie z.B. die Ludendorffstraße, die zur Georg-Wilhelm-Straße wurde.

Karte
Hindenburgstraße und Hitler-Platz, Thaerplatz 3, 29221 Celle, Deutschland
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