NSDAP

Ein Vorläufer der NSDAP war in Celle die 1923 gegründeten Ortsgruppe der Deutsch-Völkischen Freiheitspartei, die mit 7,7 % bei der Kommunalwahl 1924 erstmals mit dem Fabrikbesitzer Ernst Drangmeister und dem Dreher Hermann Salland in das Bürgervorsteherkollegium einzog. Für den zum Senator gewählten Drangmeister rückte Walther Pakebusch, der spätere Kreisleiter der Celler NSDAP nach. Bei der Gemeindewahl 1929 konnte die NSDAP mit 6,9 % erneut zwei Sitze erringen, die an den Malermeister Gottlieb Willumeit und dem Fahrradhändler Bruno Brandt gingen. Zur stärksten politischen Kraft wurde die Nazi-Partei erstmals bei den Landtagswahlen 1932, wo sie mit knapp 6000 Stimmen 31,9 % erzielte. Nach dem zwischenzeitlichen Stimmeneinbruch bei der zweiten Reichstagswahl des Jahres 1932 (28,1 % in Celle), verfehlte die NSDAP auch in der schon nicht mehr regulären Reichstagswahl des Jahres 1933 mit 41,9 % in Celle die absolute Mehrheit. Doch die Festigung der Macht war auf Wahlerfolge im Frühjahr 1933 kaum noch angewiesen.