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  • "Am Morgen des 10. November 1938 hatte ich es wie oftmals sehr eilig, leider. Es war ¼ vor 8 Uhr. Ich kam hinter der Stadtkirche vorbei, sah in der Zöllnerstraße, Ecke Poststraße, einen Menschenauflauf. Fragte ein daherkommendes Schulmädchen, was da los sei. 'Bei Wolff liegen die ganzen Sachen draußen.' Ich wollte zurücklaufen, tat es leider...
  • "Aus massiven stadtplanerischen Interessen heraus hat sich in der Folgezeit vor allem die Stadt Celle bei den 'Arisierungen' der jüdischen Grundstücke und Häuser beteiligt," schreibt Sibylle Obenaus, und belegt dies detailliert anhand der Verkaufsverhandlungen zwischen Robert Meyer und der Stadt Celle:
  • Anklageschrift gegen Willibald Löbcke und 23 andere Ausgefertigt vom Generalstaatsanwalt bei dem Berliner Kammergericht, den 6. April 1934. 1) Der Eiskonditor Willibald Löbcke, geb. am 23. September 1897 in Wistringen Krs. Syke, wohnhaft in Celle, Burgstraße 11, zur Zeit in dieser Sache seit dem 2.6.1933 in Untersuchungshaft im Gerichtsgefängnis Hannover,
  • Haeslers erster sakraler Bau ist die Friedhofshalle mit Nebengebäuden auf dem seit 1692 bestehenden Jüdischen Friedhof. (...) Die Planungen für die Friedhofshalle umfassten die Gestaltung der Eingangssituation an der Strasse Am Berge, des Vorplatzes und der eigentlichen Halle mit Nebenräumen, sowie eines Stalls und Aborts für das Wächterhaus. Durch ihre Lage in der...
  • Der Amtsrichter Dr. Püllmann, der die Arbeiterin Anna Sassor 1942 verurteilte, durfte 1945 als Amtsgerichtsdirektor den Wiederaufbau des Amtsgerichts betreiben, auch war er im Juni 1945 von den Briten als "Vertreter der noch nicht bestehenden bürgerlichen Parteien" in einen Beirat berufen, der den eingesetzten Oberbürgermeister Hörstmann unterstützen sollte.
  • "24. Februar 1944: 21 Ostarbeiter, darunter die beiden 16jährigen Viktor Bojkozu und Wladimir Korsikow, durch Gestapo Celle nach Neuengamme; 11. August 1944: sieben polnische und Ostarbeiterinnen nach Ravensbrück; 15. September 1944: ein polnischer und drei deutsche Häftlinge, darunter Albert Köhler, der ehemalige Sprecher der SPD-Bürgervorsteherfraktion, nach...
  • Die Nationalsozialisten stellten zwar stolz fest, daß am 1. Januar 1936 der "Entjudungsprozeß - innerhalb der deutschen Justiz - im wesentlichen abgeschlossen" sei. Doch sollte erst das Deutsche Beamtengesetz, welches das Reichsbeamtengesetz von 1873 sowie das Berufsbeamtengesetz vom 7. April 1933 vollends ablöste, die / [22] völlige geistige Gleichschaltung der...
  • "Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:  § 1(1) Wer erbkrank ist, kann unfruchtbar gemacht (sterilisiert) werden, wenn nach den Erfahrungen der ärztlichen Wissenschaft mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, daß seine Nachkommen an schweren körperlichen oder geistigen Erbschäden leiden werden....
  • Erbhof war nach nationalsozialistischem Recht der "... unveräußerliche und unbelastbare, unteilbar auf den Anerben übergehende land- und forstwirtschaftliche Besitz eines Bauern ..."
  • Kreisleitung Celle-Stadt: Geschäftsstelle Kanzleistraße 11 Kreisleiter: Walther Pakebusch
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